Preußens Torjäger Semir Pintul

 

Hallenturnier SC Münster 08

Preußen Münster U13 schlägt Nullacht und holt den Titel

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Nehmereigenschaften bewies die U13 des SC Preußen am Sonntag in der Sporthalle Ost. Im Finale der 15. Stadtmeisterschaften der D-Juniorenfußballer kümmerte sie der 0:1-Rückstand gegen den Gastgeber und Bezirksliga-Rivalen SC Münster 08 nicht, sie drehten das Spiel zum 2:1-Sieg und verteidigten ihren Titel aus dem Vorjahr vor allem dank größerer Abschlussqualität.

Der Pott bleibt also in den Fängen der Adler, die finale Begegnung war eine andere als in den drei Jahren zuvor, wo sich stets die Preußen und der 1. FC Gievenbeck gegenüber gestanden hatten. Der Bezirksliga-Dritte schaffte unter Trainer Jonas Dirksen Rang fünf (2:0 gegen GW Amelsbüren), derweil der TuS Hiltrup mit Trainer Christian Vaters Rang drei eroberte (1:0 gegen den SC Nienberge).

Preußens Torjäger Semir Pintul, 1:1-Torschütze im Finale, kam mit zwölf Treffern auf die meisten im Turnier und nahm ebenso einen kleinen Pokal mit heim wie sein Mitspieler Philipp Oluts, der beste Torwart, und 08-Feldspieler Linus Möllers als bester Akteur dieser Kategorie.

SCP-Kapitän entscheidet

Das anstrengende Mammutprogramm der drei Wettbewerbstage fand Sonntag in zwei Sechsergruppen seine Vorentscheidung. In einer solchen nämlich steckten die drei favorisierten Bezirksligisten 08 und SCP als – nur durchs Torverhältnis getrennter – Erster und Zweiter sowie der letztlich hier schon distanzierte FCG.

Im Halbfinale sorgten die Preußen (4:1 über Nienberge) und Nullacht (4:0 gegen den TuS) für klare Verhältnisse und schufen die ideale wie den sportlichen Vorstellungen entsprechende Paarung fürs letzte Spiel. Nachdem der Nebelmaschine ausgestellt war und die Atmosphäre dem Höhepunkt entgegen steuerte, traf Eldin Celebic für 08 zum 1:0. Der Gastgeber dominierte feldüberlegen in den ersten Minuten deutlich und zog ein reifes Kombinationsspiel auf.

Das Toreschießen aber fiel dem Kader schwer. Semir Pintul zeigte als Preußenspieler, wie es geht. Und mit einem intelligenten Treffer per in ins kurze Eck gespitzeltem Ball besorgte der hellwache Kapitän Luis Overkamp den Youngstars die Führung. Die hatte Bestand bis zum Schluss.

Reine Kopfsache

SCP-Trainer Jan Uphues, der Anfang 2011 nach dem Hallentriumph der von Andi Schwan gecoachten Truppe genau diese übernahm für den Abgänger, sah anfangs „großen Respekt“ gegenüber Gegner und der in Münster üblichen Stadtis-Stimmung. „Viele unserer Spieler kennen das gar nicht und mussten sich erst finden.“ Er sah die „individuelle Klasse“ als entscheidend an. „Das war insgesamt eine sehr beachtliche Leistung der Mannschaft.“

08-Coach Thomas Höppner, der Jahr für Jahr eine fähige D-Juniorenmannschaft zusammen stellt und spielfähig macht, weiß längst, was in einem derlei prestigeträchtigen Endspiel abgehen kann. „Ich sah uns klar im Vorteil, wir mussten beinahe 2:0 oder 3:0 führen. Aber dann passieren uns diese Fehler und das Spiel ist ein ganz anders als vorher. Dann spielt sich alles nur noch im Kopf ab. Das ist normal für Kids in diesem Alter.“ Wichtiger war ihm, „dass wir spielerisch überzeugt haben und den besten Fußball boten. Das bringt die jungen Spieler auf Dauer weiter.“

Thomas Austermann

 

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